Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
- GUMMIHEINZ
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
13 Okt. 2022 10:46 - 13 Okt. 2022 14:08Kurze Frage,
was hat der Motor dann an Drehmoment an der Kubelwelle?
Gruß Rüdiger
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- Darkwave
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
13 Okt. 2022 11:08WIEVIEL Drehmoment verträgt denn das Getriebe ?
Wenn ich sehe das immerwieder getriebe auseinandefliegen,
in der Regel bei Fahrzeugen mit Leistungssteigerung UND großen Reifen,
dann frage ich mich ob das überhaupt Sinn macht....
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
14 Okt. 2022 08:23Gruß Bernd
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- Paul
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
16 Okt. 2022 18:31vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht!!! Du hast Dir nicht bloß sehr fiel Mühe gegeben diesen Umbau zu bewerkstelligen, sondern auch um uns mit Wort und Bild "Einsicht" in diesem zu ermöglichen. Das nenne ich mal "weiterreichen von Informationen"! Ich bin gespannt auf Dein Bericht mit dem 612 . 74 Motor, (zuzüglich weiteren Bilder) .
LG: Paul
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- stollenwolf
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
20 Okt. 2022 09:05 - 20 Okt. 2022 09:07Also als erstes darf ich bitte auf die Überschrift verweisen um was es sich hier eigentlich handelt. Es ging immer darum dem Motor des 12M18 mehr Leben einzuhauchen. Es ging niemals darum ob es Sinn macht oder nicht.
Meine Passion ist Motorenbau, Getriebe und Achsen. Für jeden für den ich einen Motor gemacht habe hat es durchaus Sinn gemacht, sonst hätten wir das nicht gemacht, Geld kostet es ja auch immerhin auch noch.
Kommentare über die Sinnhaftigkeit haben eher einen populistischen Ansatz als einen technischen Ansatz. Und nein, jemand der schon einen 12M hat, wird ihn bestimmt nicht verkaufen und sich einen "S" kaufen. Diese Entscheidung hat er bereits getätigt bevor er mehr Leistung haben wollte. Es geht hier auch nicht um Kaufentscheidung, ihre Wertigkeit oder Richtigkeit.
Würde ich Leistungssteigerung für den S23 machen dann sähe das auch anders aus. Der S23 hat eine Bosch MW Pumpe und da wäre die Vorgehensweise auch etwas anders.
Der relevant Kommentar in den letzten Posts ist der von Frank mit dem Hinweis auf höhere Belastung des Antriebsstrangs durch Mehrleistung am Motor.
Ich trage die Informationen zur Belastung des Antriebstrangs einmal zusammen und stelle sie hier rein. Allerdings sehe ich keinen direkten technischen Zusammenhang zwischen Anhebung der Motorleistung auf 230PS und etwaigen Getriebeschäden.
Vor meinem Umbau auf einen 260PS Motor habe ich das Thema im Detail angesehen und konnte nichts Nachteiliges finden. Ich suche einmal meine Berechnungen raus und bereite das Thema hier auf. Die Frage nach den Belastungen hat es schon öfters gegeben meine ich.
Viele Grüße Joachim
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
20 Okt. 2022 15:06vielen dank für Deinen ausführlichen Bericht. Bitte lass mich weiter daran teilhaben.
Herzliche Grüße
Johannes
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
20 Okt. 2022 18:25Hmmmm...ich versteh die Frage zur Sinnhaftigkeit der Leistungssteigerung durchaus....
Klar,die meistens werden das aus spaß an der Sache machen...ich bin grundsätzlich aber der Meinung,der 12m 18 solo ist angemessen motorisiert...aber das kann ja jeder für sich anders sehen.
Die Entscheidung M oder S kommt dann aber wieder ins Spiel...für mich hätte der 12m Zuwenig Leistung...zum Tieflader ziehen.
Das mit mehr Leistung habe ich kurz überlegt...wäre nicht besonders schwierig,hier steht noch ein 260ps Motor... Ladeluftkühler hatte ich eh schon eingebaut.
Ich war mit bei meinem Einsatzspektrum aber ziemlich sicher ,das nach der Leistungssteigerung dann der nächste begrenzende Faktor Auftritt.
Beim 12m waren das bis dahin nicht nur die Leistung,sondern auch die Kraft Übertrag mittels Steckachse und die fehlende motorbremsleistung...die eingebrachte Leistung musst du ja auch wieder abbremsen.
Und da kann ich mit dem 12m auch mit viel. Mühe und Geld weiter optimieren..macht dann ziemlich schnell kein Sinn....ich Bau den nicht auf AP Achsen um..z.b.....wozu?
Eben..da gibt es Autos ,dir wesentlich besser dazu geeignet sind...
Bei mir ist es dann r
Ein 19s32 geworden...und eben der S,weil ich den für geeigneter hielte wie den daneben stehenden 1491...aus der m Serie.
Ich habe die Wahl nie bereut...solo fahre ich gerne mit dem 12m,zum ziehen den 19s...und ich denke ,das Geld was ich für den 19s ausgegeben habe,hatte nicht gereicht ,um ein 12m angemessen für den Einsatz zu optimieren...
Gruß Markus
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
21 Okt. 2022 15:52Ich selber bin ja der Meinung das der Steyr auch original gut läuft. Da mein Fokus in erster Linie auf der Zuverlässigkeit liegt, fahre ich meinen Steyr im Originale Zustand.
Allerdings finde ich es trotzdem super das es solche Leute wie dich gibt, die sich so eine Arbeit antun und das Forum daran teilhaben lassen. Es muss ja nicht immer alles sinnvoll sein, aber trotzdem kann es technisch interessant sein. Abgesehen davon kommt man durch solche Umbauten ja auch zu der einen oder anderen Erkenntnis.
Gruß Günther
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
22 Okt. 2022 09:44so unterschiedlich wie die hier vertreten Fahrzeuge, sind auch die Beweggründe warum und wie die Leute sich mit den Fahrzeugen beschäftigen. Die Sinnfrage lässt sich da nicht unbedingt für alle gleich definieren. Der eine erfreut sich an Ausffahrten, der andere an technisch ausgeklügelten Lösungen und der dritte an tollen Ausbaudetails, ..........
Womöglich ist auch nicht jede Lösung sofort praxistauglich, aber wie hätte es Erfindungen gegeben, wenn Menschen nicht Ihre Ideen versucht hätten umzusetzen.
Freuen wir uns über die Vielfalt im Forum und die vielen Ideen und Lösungsansätze.
LG Stefan
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- stollenwolf
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
28 Nov. 2025 04:53 - 01 Dez. 2025 11:59Diesen Beitrag habe ich vor einiger Zeit für das Forum geschrieben aber irgendwie vergessen. Ich wollte ihn dem Forum nicht vorenthalten. Es ging prinzipiell um den Umbau von Michaels Steyr von 180PS auf erst mal 210PS. Alles in Allem ist das super gelaufen und hat richtig Spass gemacht.
Viel Spass beim Lesen.
Dieses Wochenende haben wir den Umbau erledigt, der auch soweit gut verlaufen ist. Man muss sich halt dann da stur durchschrauben bis alles da ist wo es sein soll und auch funktioniert.
Vorbereitungen:
Am Freitag Abend haben wir komplett die Einspritzanlage und die Luftführung demontiert. Mit sauber Beschriften und Teilereinigung waren es dann ca. 3 h zu zweit.
Vorher den Motor noch genau auf 16°VOT(Wert geändert) gestellt. Sehr hilfreich dabei die Fernsteuerung für den Motorstarter... Selbst gebaut vom Michael
Einbau Einspritzdüsen mit Düsenhalterkombination:
Mechanisch nicht aufwändig. Druckstücke lösen und Düsen ziehen. Dann sauber machen und neue Düsenhalter mit neuen Düsen, Wärmeschutzhülsen und Flammscheiben montiert. Alles auf Drehmoment verschrauben und fertig.
Die Düsen die wir rausgeholt hatten waren schon recht rußig, Abspritzdrücke habe ich gemessen zw. 180 bar und 205 bar also ungefähr 10 - 20% unterhalb der Werte die sie haben sollten. Auf alle Fälle ein erster Indikator auf schlechte Leistung.
Die neuen Düsen habe ich fein abgeglichen mit einer Drucktoleranz von +/- 3 bar. Das macht sich dann im Motorlauf und der Gasannahme bemerkbar.
Einbau LLK:
Nicht wirklich komplex. Der Kühler war schon vorher montiert. Es hat dann etwas gedauert bis alles gepasst hat und alle Rohrverbinder sauber montiert waren
Einbau Einspritzpumpe:
Auch keine große Sache, mechanisch etwas aufwändiger da der Flansch zw. Kompressor und Einspritzpumpe etwas fummelig ist. Ansonsten alles ok. Anschließend noch Pumpe auf 16°VOT (Wert geändert) positionieren und alles anziehen. Wenn man hier sauber arbeitet muss man nachher nicht mehr viel Einstellen
Turbolader:
Den bestehenden Turbo habe ich auf Spiel überprüft, war nichts auffälliges zu sehen. Kann sein das der Turbo schon mal gewechselt worden ist. Da hatte ich auch schon schlechtere gesehen.
Motorstart / Leerlaufdrehzahl:
Einspritzanlage entlüften, wie im Handbuch beschrieben und Motor mit dem Fernstarter starten. Nach etwas orgeln hat er dann auch gestartet. Leerlaufdrehzahl auf 600 U/min eingestellt.
Testfahrt und Fazit:
Es fällt sofort auf das der Motor im Leerlauf wesentlich sauberer läuft und einen kernigeren Klang hat. Die Einspritzmenge im Leerlauf hat sich ja nicht verändert. Die neuen Einspritzdüsen machen hier den Unterschied, auch in der Leerlaufdrehzahl die jetzt auf 600 U/min eingestellt werden kann. Vorher hatten wir 750 U/min.
Motorbeschleunigung und Gasannahme in allen Gängen ist wesentlich besser geworden. Das Turboloch im unteren Drehzahlbereich konnte ausgeglichen werden. In den oberen Gängen ist noch genügend Leistung abrufbar um das Fahrzeug auch noch an Steigungen mit den 14:00 Reifen zu beschleunigen.
Keine Leistungseinbrüche bei leichten Steigungen mehr, das hatten wir bei vorangegangenen Testfahrten bereits bei kleineren Steigungen.
Der Ladeluftkühler hält die Ladeluft zuverlässig auf unter Außentemperatur.
Ladeluftdruck habe ich, im Ladeluftgehäuse, gemessen mit 0,3 bar. Das hatte ich ohne LLK auch. Der LLK erzeugt durch seine Kühlleistung einen Druckabfall, das heißt aber das durch den höheren Massenstrom im Abgas der Turbo mehr fördert wenn ich mit LLK auch 0,3 bar habe. Allerdings ist der Ladeddruck immer noch zu niedrig, er sollte auf über 1 bar liegen.
Das ist definitiv ein Thema das noch näher angesehen werden muss.
Alles in allem einen runde Sache bisher, das Fahrzeug lässt sich wesentlich agiler bewegen und die Mehrleistung ist definitiv da und auch spürbar. Bisher sind wie mit der Druchführung weitestgehend zufirieden
Nächste Schritte:
Jetzt fährt der Michael erst mal 3 Monate in Urlaub und kann mit dem neuen Setup Erfahrungen sammeln. Ich bekomme regelmäßig Informationen wie der Motor läuft. Danach sollte der Turbo noch auf einen Wastegate-Lader umgebaut werden. Die Informationen dazu liegen bereits vor. Dann können wir auch auf die maximale Einspritzmenge anheben und die 230PS realisieren. Zum den verschiedenen Lader-optionen und dem Wastegate-Lader schreibe ich später noch etwas zusammen.
Hier gibt es noch einen Nachtrag. Mittlerweile haben wir beim Michael auch noch den Turbo umgebaut mit guten Ergebnissen. denke das muss ich mal zusammentragen und Schreiben. Das ist auch ein interessantes Thema.
LG Joachim
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
28 Nov. 2025 08:19 - 01 Dez. 2025 08:12interessant für mich ist, dass ihr den Förderbeginn auf 14° VOT eingestellt habt.
Original sollten es doch 16° VOT bei statischem bzw. 17° VOT beim dynamischen Einstellen sein.
Warum seit ihr auf 14° VOT gegangen?
Gegraute Zeilen sind aufgrund der Änderungen im Beitrag nicht mehr zutreffend
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- Pumpe
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Re: Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht
29 Nov. 2025 12:13Hallo,Ladeluftdruck habe ich, im Ladeluftgehäuse, gemessen mit 0,3 bar. Das hatte ich ohne LLK auch.
dein Ladedruck von 0,3 bar ist vollkommen unplausibel, da hätte dieser Motor nicht mal 150PS.
Würde Manometer, etc. mal kontrollieren.
Grüße
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